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Der G’stellmacherhof im Jahr 2006

Der Gestellmacherhof liegt knapp 1000 Meter ü.d.M. mitten im Schwarzwald auf der Gemarkung Oberkirnach, Stadtteil von St.Georgen im Schwarzwald.

Der Gestellmacherhof bekam seinen Namen, da früher auf dem Hof in Heimarbeit Uhrengestelle angefertigt wurden.

Offiziell wurde der Hof 1849 erbaut, einen größeren Umbau erfuhr er im Jahr 1960.

Der erste gezeichnete Besitzer des Gestellmacherhofs war Christian Kieninger, Sohn des Mathias Kieninger, geboren am 20.12.1818, verstorben am 18.05.1894. Ein beachtliches Alter für diese Zeiten.

Im Jahr 2001 übernahm mein Mann den Hof von seinem Vater Reinhold Weißer und seiner Mutter Erna Weißer.

Seine Eltern betrieben noch im Vollerwerb den Hof, was meinem Mann leider nicht mehr möglich ist. Die finanziellen Aufwendung, die man hier betreiben müsste, würden die Erlöse bei weitem übertreffen.
 

 

 

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der G’stellmacherhof in den 60er Jahren

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der G’stellmacherhof im Herbst 2006

und hier noch ein Ausschnitt aus der Chronik von Oberkirnach

Etwas aus der Siedlungsgeschichte :

Anders als das schon vor der Zeitenwende von Kelten und Römern dicht besiedelte Altsiedelland der Baar mit seiner flachhügeligen, fruchtbaren Kulturlandschaft, war der Schwarzwald, noch im 3. bis 6. Jahrhundert, da die Alemannen den Winkel zwischen Rhein und Donau besetzten, von dichtem Urwald bedeckt, als Siedelland gemieden.
Die erst ab 1000 n.Chr. einsetzende Besiedelung des Schwarzwalds unterschied sich von der Baar schon in der natürlich Ausstattung des Landes:
Mit ungünstigen Ackerboden,
stark gegliederter Oberfläche
kälterem und niederschlagsreicherem Klima in den Höhenlagen.
Das gilt vor allem im Gebiet des Nadelmischwaldes, wo der zum Lebensunterhalt nötige Getreidebau hinter der Grünland- (Feld-Gras-) und Viehwirtschaft zurücktreten musste. Die Folge war eine ganz andere Bodennutzung.
Die Herrschafts- und Gesellschaftsverhältnisse hatten sich gegenüber dem Altsiedelland gewandelt;
Waldgebiete, seit Karl dem Großen in Königs- (Staats-) besitz waren als Reichslehen an die weltlichen Grafengeschlechter und die geistlichen Herrschaften- Bischöfe und Klöster- vergeben worden.
Hochadelige Lehensträger versuchten mit den Waldländereien geschlossene Herrschaftsgebiete aufzubauen und verlagerten ihre Herrschaftssitze (Burgen) aus dem Altsiedelland an den Rand der Waldgebiete, die sie dann mit Bauern besiedelten und kolonisierten.
Zum Beispiel kolonisierten in unserem Kreisgebiet folgende weltliche Herren:
Die Zähringer (Nachkommen der allemannischen Herzöge) als Hauptkolonisatoren des mittleren und südlichen Schwarzwaldes;
Die Grafen von Falkenstein (Schramberg);
Die Grafen von Hornberg/Triberg und, vom 15. Jahrhundert an, durch Einkauf,
die Fürsten zu Württemberg.
Mit den weltlichen Herrschaften wetteiferten die Klöster: St.Blasien, als eines der Reichsklöster, die schon in ottonischer Zeit große Waldländer als Reichslehenschaften hatten, und St.Georgen, als eines der großen Reformklöster Süddeutschlands, mit Tochtergründungen in Amtenhausen und Friedenweiler im Kreis und St.Johann bei Zabern im Elsass.
Oberkirnach war schon frühzeitig (im 12. Jahrh.?) als <<Stab>> von St.Georgen gegründet worden.
Edle Grundherren planten und leiteten die Rodung und den Ausbau; Lehensbauern als Rodebauern leisteten die Arbeit. Im Gegensatz zu den vielen unfreien Hilfskräften der Grundherren für den Siedlungsausbau der Baar kam der Wald- (Rode-)bauer des Schwarzwaldes nicht aus der Fremde, sondern vom benachbarten Altsiedelland und war, wenn auch leibeigen, so doch weitgehend selbständig, weil ganz auf sich selbst gestellt.
Die Rodung fand in Ortsnamen ihren Niederschlag, die, abweichend von den –ingen-Orten der Baar, gebildet waren mit den Endungen:
1.–hardt, - wald, - loh oder –loch, -lau, - buch, - tann, -hau, -rent, -schwand, -bränd;
2. oder andere Bildungen mit –weiler, - ach, - bach, -au, -berg.

 

Hier sehen Sie das

Gemeindewappen

von Oberkirnach

 

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